2500 Unterschriften übergeben – Rücknahme der Kürzungen in den Bibliotheken!

Posted on Januar 27, 2011

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Mehr als zweitausend Studierende und hunderte Mitarbeiter der Universität Halle fordern Rücknahme der Kürzungen im Bereich der Unibibliothek

Studierende übergaben heute fast 2500 gesammelte Unterschriften an Rektorat und Bibliotheksleitung – einige Zweigbibliotheken noch immer mit verkürzten Öffnungszeiten

Nachdem der Studierendenrat der Universität Halle, Fachschaften und verschiedene studentische Initiativen – unterstützt auch vom Personalrat der Universität – schon seit Oktober die Rücknahme der Kürzungen im Bibliotheksbereich fordern, übergaben nun heute Vertreter der Studierendeninitiative „uniprotest“ tausende Unterschriften an den neuen Rektor der Martin-Luther-Universität Sträter und die Leitung der Universitäts- und Landesbibliothek.

Der Petitionstext, den auch dutzende Professoren und hunderte Mitarbeiter des „akademischen Mittelbaus“ der Universität unterschrieben haben, fordert ausdrücklich die Wiederherstellung der ursprünglichen Öffnungszeiten der Zweigbibliotheken und ein Ende der für den Bildungsbereich tödlichen politischen Sparwut. Noch immer gelten in einigen Zweigbibliotheken der Universitäts- und Landesbibliothek verkürzte Öffnungszeiten, in der Zweigbibliothek Orientalistik/ Ethnologie stehen Studierende und Mitarbeiter schon am späten Nachmittag vor verschlossenen Türen.

Die Vertreter von „uniprotest“ betonten heute nochmals, dass die Unileitung gegenüber der Politik eindeutig klarmachen müsse, dass an der teilweise massiv überfüllten Universität derlei Sparmaßnahmen zerstörerisch seien. Sprecher Hans Khan: „Es fehlen Lehrkräfte, und nun kommt man abends nicht mal mehr an Bücher, um sich selbstständig weiterzubilden. Und was sollen Studierende machen, die zudem Kinder haben oder arbeiten gehen?“ Khan bezog sich auch auf die – durch politische Vorgaben der Bundes- und Landesregierung erzwungene – Immatrikulation von tausenden neuen Studierenden an Instituten, die bereits ausgelastet waren und an denen nun schreckliche Zustände herrschen – so finden Vorlesungen aus Mitarbeiter- und Platzmangel im Steintor-Variete statt, in zahlreichen Veranstaltungen sitzen dutzende Studierende nach Informationen des Personalrates der Universität auf dem Fußboden. Khan: „Die Politik redet scheinheilig von der vergrößerten Autonomie der Universitäten, während sie Budgets kürzt und unmögliche Vorgaben macht. Die direkten Opfer dieser unverantwortlichen und kurzsichtigen Politik sind Studierende und Mitarbeiter der Universitäten.“

Studierendenzusammenschluss ‚uniprotest

Halle, 16.12.2010

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