Erfolg – Uni nimmt Kürzungen zurück!

Posted on Januar 27, 2011

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Nach Protesten von Studierenden und Mitarbeitern öffnen die Universitätsbibliotheken wieder länger – Petition von tausenden Universitätsangehörigen erfolgreich – Studierende kritisieren Politik

Die Universitätsleitung der Martin-Luther-Universität hat in dieser Woche bekannt gegeben, dass alle Zweigbibliotheken ab 01. Februar 2011 wieder regulär öffnen. Seit Semesterbeginn hatten für ein Dutzend Zweigbibliotheken der Universitäts- und Landesbibliothek verkürzte Öffnungszeiten gegolten, was Studierende und Mitarbeiter vor enorme Probleme stellte. Innerhalb weniger Wochen sammelte das Bündnis uniprotest in Kooperation mit dem Studierendenrat und diversen Fachschaften und unterstützt durch den Personalrat der Universität fast 2500 Unterschriften. Zusammen mit hunderten persönlichen Kommentaren, in denen Bachelorstudierende ebenso die Probleme thematisierten, vor die sie durch die Kürzungen gestellt waren, wie Studierende mit Kindern oder z.B. Nebenjobs, wurden die Unterschriften im Dezember der Universitäts- und Bibliotheksleitung übergeben.

Die neue Unileitung hat nun gezeigt, dass sie mit Kritik durchaus umzugehen weiß, und ihre Zusagen wahr gemacht. Die fatale Kürzung der Öffnungszeiten wird zurückgenommen!

Gleichzeitig wollen wir kurz vor den Landtagswahlen nochmals einen zentralen Punkt betonen: Die Unileitung muss gegenüber der Politik eindeutig klarmachen, dass an der teilweise bereits massiv überfüllten Universität jegliche Sparmaßnahmen zerstörerisch sind. Als Resultat der – durch politische Vorgaben der Bundes- und Landesregierung erzwungenen – Immatrikulation von tausenden neuen Studierenden an Instituten, die bereits ausgelastet waren, herrschen dort bereits jetzt schreckliche Zustände – so finden Vorlesungen aus Mitarbeiter- und Platzmangel im Steintor-Variete statt, in zahlreichen Veranstaltungen sitzen dutzende Studierende nach Informationen des Personalrates der Universität auf dem Fußboden.

Dazu bemerkt uniprotest: „Die Politik redet scheinheilig von der vergrößerten Autonomie der Universitäten, während sie Budgets kürzt und unmögliche Vorgaben macht. Die direkten Opfer dieser unverantwortlichen und kurzsichtigen Maßnahmen der Landesregierung sind Studierende und Mitarbeiter der Universitäten.“

Studierendenzusammenschluss ‚uniprotest

Halle, 28.01.2010

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